Refugio Malivern – St. Anna di Vinadio

Stahlblauer Himmel und um 8 Uhr schon fast 20 Grad. Der Huettenabend war nett, das Essen gut, was will man mehr! Um kurz nach 8 bin ich auf dem Weg. 980 hm sind zu bewaeltigen. In 3 Höhenstufen vorbei an vielen kleinen tiefblauen Seen verlasse ich den Nationalpark Alpi Marittime. Man kennt die Allgaeuer Alpen, die Berner, die Karnischen oder vielleicht noch die Graijischen Alpen aber die Cottischen Alpen? Diese werde ich nun bis zum Ende meiner Tour nicht mehr los. Keine Menschenseele treffe ich beim Aufstieg. Es ist herrlich hier, eine unglaubliche Bluetenpracht ueberall. Auf dem Passo Origas angekommen, sehe ich schon mein Etappenziel das Santurio St. Anna di Vinadio und es ist leider Sonntag, es ist die Hoelle los! „Loose was erwartest du!“ denke ich bei mir, schließlich ist St. Anna der wichtigste Walfahrtsort der Italiener in den Seealpen. Don Peppino, betreibt hier ein Waisenhaus und engagiert sich in vielen sozialen Projekten. Die Klosterkiche ist der Hit, in den Berg gebaut aber nicht eben, sondern man geht zum Altar steil bergauf und die Waende gepflastert mit Motiven. 80% Bilder von geschrotteten Autos und daneben der dankbare! Fahrer. Ich moechte nicht wissen beim Fahrstil der Italiener…? Das Posto Tappa ist ganz ok, das Abendessen eine Frechheit! Schnell noch in die Bar und mit etwas Schokolade die Kalorien aufgefuellt. Als ich mich nach dem Fruehstueck wg. des Abendessens beschwere, kommt der Chef persoenlich und erlaesst mir die Haelfte. Ein schwacher Trost!

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Terme di Valdieri – Rifugio Malivern

Fuchstal all over the World?
Da taucht doch ploetzlich ein LL Kennzeichen auf. Ich sitze im Ristorante und Baerbel und Dieter aus Asch! gesellen sich zu mir. Unglaublich aber mein Name sagt ihnen gar nichts!? Erst als ich Unterdiessen erwaehne, klickt es bei ihnen. Puh, gerettet! 😉 Ein netter Abend, die beiden sind kinderlos und auf dem Auswandertrip nach Chile! Ausgerechnet Chile. Sie haben viel zu erzaehlen und es hoert sich spannend an.
Im Posto Tappa bin ich ganz allein. Posto Tappas sind einfache guenstige Unterkuenfte, die zusammen mit der Grande Traversata delle Alpi (GTA) geschaffen wurden. Der Tuebinger Professor Werner Baetzig hat die GTA vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufen. Er wollte der Landflucht in dieser Region entgegenwirken und einen sanften Wandertourismus etablieren. Teilweise ist dies gelungen, wobei in den letzten Jahren der Tourismus
wieder ruecklaeufig ist. Dafür kommen wieder viele junge Italiener zurück in die verlassenen Weiler und versuchen ihr Auskommen zu finden.
Die Posto Tappas, die in alten Schulen, Poststellen etc. eingerichtet wurden, erleben eine kleine Renaissance. Den Schluessel erhaelt man beim Wirt etc. man muss sich halt durchfragen.
1310 m aufi, 15 km und 800 m abwärts sind zu bewaeltigen. Vorbei an mehreren Seen und vielen alten eingefallenen Militärbauten. Der Segelflieger sieht natuerlich, dass es schon frueh labilisiert und es nachmittags Schauer oder Gewitter geben koennte. So wird heute nicht gebummelt. Und so laut ich unterwegs auch heule, kein Lupo zeigt sich!

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Refugio Morelli – Terme di Valdieri

Im Wolfsland.
Nach nur einer halben
Tagesetappe entschließe ich mich fuers Faulenzen und Socken waschen.
Mittendrin im Nationalpark Alpi Marittime treiben sich neben einem verrückten Deutschen wieder ca. 30 Woelfe herum. Neben zwei Wolfsgehegen in Vesubie und Entraque bekommt man die aus den Abruzzen eingewanderten Canis Lupos eher nicht zu Gesicht. Wo, wenn nicht hier in dieser gottverlassenen Gegend, mit Massen von zahmen Gemsen und Steinboecken hat der Raeuber eine Chance? Meine Wolfskin-Tatze auf meinem Wandershirt wird von den Einheimischen eher kritisch beauegt. 🙂 Die Terme hier hat als Sommerfrische der Turiner ihre beste Zeit schon deutlich hinter sich. Morgen geht’s wieder in die Einsamkeit 1300 m aufi zum Refugio Malivern. Dann nach St. Anna di Vinadio, dem hoechstgelegenen Kloster Europas.

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Rifugio Ellena Soria – Refugio Morelli

Nach einem typisch italienischem Minimalst-Fruehstueck suche ich schnell das Weite. Mary, die phillipinische Managerin der Huette ist in den Seealpen bekannt wie ein bunter Hund. Sie ist eine Institution und schmeißt den Laden seit 20! Jahren. Sie ist unglaublich nett. Jeder wird mit Umarmung und Kuesschen verabschiedet.
Zunaechst geht es in der morgendlichen Kuehle 600 m aufi auf den Col Genova. Schnell bin ich oben und ein toller Blick auf den Lago Chiotas erwarte mich. Es ist ein Stausee und das groesste Pumpspeicherwerk Italiens. Hinter der Staumauer fuehrt der Weg hinauf auf den Colle Chiotas. 500 m aufi und 250 m und ich habe das Rifugio Morelli erreicht.

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St. Martin – Rifugio Ellena Soria

Eigentlich wollte ich ja in Madonna Fenestre übernachten, die 900 hm und 11 km waren schon um 12 Uhr erreicht. Am ersten Tag soll man es ja langsam angehen lassen. Aber es ist einfach zu frueh also weiter! Bis zur Soria sind es nur noch 600 m aufi und ab. Schoen langsam geht es den Col Fenestre hinauf. Italien ist erreicht. Auf dem Pass ist es stuermisch und überall Bunker und militärische Bauten. Die Gemsen lassen sich hier nicht stoeren bis auf 10 m kann man sich naehern. Das Wetter koennte besser sein. Es stuermt aber es ist nur leicht bewölkt und auf 2000 m hat es immer noch 20 Grad. Das Refugio wird von einem jungen lustigen Team bewirtschaftet, man spricht Englisch! Doch ich bleibe bei italienisch, muss trainieren! 17 km, 1500 m aufi und 600 wieder runter waren hoffentlich nicht zu viel. Schaun mer mal!

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Nizza – St. Martin

Nizza hat seine besten Tage augenscheinlich auch schon hinter sich. Viel marode Bausubstanz laut, dreckig, na ja! Die Besichtigung hat sich trotzdem gelohnt. Mit dem Bus geht es nach St. Martin. Habe noch nie einen wahnsinnigen Busfahfahrer erlebt. Dieser ist gefahren wie der leibhaftige. St. Martin ist nett, lebt nur vom Tourismus. Morgen geht es dann so richtig in die Berge.

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Angekommen

Heiss ist es in nizza!

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Ich bin dann mal wieder unterwegs…

Via Alpina – der Traumpfad über die Alpen

In diesem Jahr bleibt mein Radl in der Garage stehen. Wandern ist angesagt!
20 Tage von Nizza aus durch die piemontesischen Alpen bis auf die Höhe von Turin.
Unter Tour-Übersicht in der Navigationsleiste könnt Ihr meine Tour ansehen.
310 km und 21900 hm habe ich mir vorgenommen. Ich folge der Grande Traversata delle Alpi und der Via Alpina, beides Weitwanderwege über die Alpen.

 

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